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GLOSSAR

Context Engineering / Kontextgestaltung

Context Engineering gestaltet, welche Informationen ein KI-System wann erhält, wie sie angeordnet werden und was bei längeren Abläufen aktualisiert oder entfernt wird.

Die richtige Information am richtigen Entscheidungspunkt

Vor dem Erstgespräch sind Marktumfeld und mögliche Interessen hilfreich. Vor einer verbindlichen Zusage werden dagegen freigegebene Preise, Lieferbedingungen und aktuelle Vereinbarungen wichtiger. Context Engineering bildet diese Veränderung ab: Informationen werden passend zum nächsten Arbeitsschritt ausgewählt und mit ihrem Status bereitgestellt. Dadurch lässt sich vermeiden, dass eine frühe Vermutung später wie eine bestätigte Kundenaussage behandelt wird. Der organisatorische Kern liegt in der Frage, wer relevante Informationen aktualisiert und welche Fassung bei Widersprüchen maßgeblich ist.

Auswahl braucht einen Qualitätsnachweis

Eine mögliche Anwendung könnte über RAG passende Dokumentstellen abrufen und ältere Arbeitsstände getrennt halten. Ob die Auswahl gut ist, muss an konkreten Aufgaben geprüft werden. Enthält der Kontext zu wenig, fehlt eine entscheidende Bedingung; enthält er ungeordnet zu viel, wächst der Prüfaufwand. Ein Test sollte daher gezielt neue Informationen, widersprüchliche Versionen und einen Wechsel der Gesprächsphase einführen. Das Kontextfenster setzt dabei eine technische Grenze. Wirtschaftlich interessant ist eine Gestaltung, die verlässliche Entscheidungen mit weniger unnötiger Verarbeitung ermöglicht. Ein solcher Vorteil muss gemessen werden und folgt nicht allein aus einer aufwendigen Architektur.

Quellen