GLOSSAR
Evaluation / systematische Bewertung
Eine Evaluation bewertet ein KI-System anhand festgelegter Aufgaben, Kriterien und Verfahren, um Fähigkeiten, Grenzen und Risiken für einen bestimmten Einsatz nachvollziehbar zu untersuchen.
Prüfen, was im Vertriebsalltag entscheidend ist
Eine Verhandlungsassistenz sollte nicht nur flüssige Antworten erzeugen. Sie muss beispielsweise zugesagte Fristen von bloßen Vorschlägen unterscheiden und widersprüchliche Angaben erkennbar lassen. Eine Evaluation übersetzt solche Anforderungen in prüfbare Fälle. Dazu gehören gewöhnliche Aufgaben und seltene Situationen mit hoher Fehlerfolge. Die Bewertung braucht nachvollziehbare Kriterien: Eine freundliche Formulierung kann gut sein, während dieselbe Antwort eine nicht freigegebene Zusage enthält. Ein einziger Gesamtscore würde diesen Unterschied möglicherweise verdecken. Auch unbearbeitete oder abgebrochene Fälle gehören in die Auswertung.
Leistung unter vergleichbaren Bedingungen messen
Gegenüber einer Baseline werden Qualität, Bearbeitungszeit, Kosten und Kontrollaufwand gemeinsam betrachtet. Fachliche Prüfer sollten Fehlerarten unterscheiden und strittige Fälle nachvollziehbar begründen. Ein Benchmark kann die Vorauswahl unterstützen; eigene Aufgaben zeigen die Passung zum Betrieb. Nach Änderungen an Modell, Quellen oder Ablauf ist zu prüfen, ob frühere Fähigkeiten erhalten bleiben. Ein guter Test liefert deshalb mehr als ein bestandenes Beispiel: Er zeigt, bei welchen Bedingungen die Lösung trägt, wo Menschen eingreifen müssen und welche Fehler eine Freigabe ausschließen.