GLOSSAR
Tokenbudget
Ein Tokenbudget legt fest, wie viel Verarbeitungsspielraum eine KI-Aufgabe erhalten soll. Es kann Eingabe, Ausgabe und modellabhängig interne Verarbeitung betreffen. Die konkreten Grenzen und Abrechnungsregeln unterscheiden sich zwischen Anbietern und Modellen. Ein knappes Budget kann deshalb zugleich Kosten, Antworttiefe und Vollständigkeit beeinflussen.
Verhandlungsvorbereitung unter Zeitdruck
Für ein Kundengespräch sollen Vertragsbedingungen, offene Forderungen und mehrere Lösungsoptionen zusammengeführt werden. Kürzt die Anwendung lediglich die letzten Dokumentseiten, können entscheidende Ausnahmen verschwinden. Wird dagegen die Ausgabe begrenzt, endet möglicherweise gerade die Bewertung einer Gegenleistung vorzeitig.
Die fachliche Priorität muss daher die Auswahl des Kontexts steuern: verbindliche Bedingungen, ungeklärte Punkte und die konkrete Entscheidung zuerst. Umfangreiche Anhänge können gezielt nachgeladen werden. Für eine aufwendige Prüfung lässt sich ein höheres Budget vorsehen; wiederkehrende Zusammenfassungen brauchen häufig weniger Spielraum.
Kostenkontrolle mit belastbaren Ergebnissen
Gemessen werden sollten Kosten je verwendbarer Vorbereitung, fehlende Bedingungen und notwendige Nacharbeit. Ein günstiger Einzelaufruf verliert seinen Vorteil, wenn mehrere Wiederholungen erforderlich werden. Abgebrochene Ausgaben müssen erkennbar bleiben und dürfen keine vollständige Freigabe vortäuschen. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Kontextfenster, tatsächlich genutzten Tokens und fachlichen Mindestanforderungen. Die passende Grenze lässt sich an repräsentativen Fällen ermitteln.