GLOSSAR
Validierung
Validierung prüft anhand geeigneter Nachweise, ob ein System die Anforderungen seines vorgesehenen Einsatzes erfüllt. Der Maßstab ergibt sich aus Aufgabe, Nutzergruppe und möglichen Folgen eines Fehlers. Ein bestandener technischer Funktionstest beantwortet deshalb nur einen Teil dieser Frage.
Vom überzeugenden Beispiel zum verlässlichen Arbeitsablauf
Eine KI kann in einer Demonstration ein gutes Verhandlungsbriefing erstellen. Im Alltag treffen jedoch unvollständige Kundenangaben, widersprüchliche Interessen und unterschiedliche Vertragsstände aufeinander. Die Prüfung sollte diese Bedingungen abbilden. Fachlich relevant sind etwa erhaltene Vorbehalte, erkannte Wissenslücken, angemessene Handlungsoptionen und der Aufwand für Korrekturen.
Vorab festgelegte Kriterien verhindern, dass nachträglich nur günstige Ergebnisse ausgewählt werden. Zuvor ungenutzte Fälle und eine Bewertung durch fachkundige Personen außerhalb der unmittelbaren Entwicklung stärken den Nachweis. Eine belastbare Vergleichsbasis zeigt, ob der zusätzliche Aufwand gegenüber dem bisherigen Verfahren gerechtfertigt ist.
Was ein Pilot tatsächlich belegt
Ein kleiner Pilot liefert Hinweise für seinen untersuchten Einsatzbereich. Er belegt keine uneingeschränkte Eignung für andere Branchen, Sprachen oder Aufgaben. Änderungen an Modell, Daten oder Arbeitsablauf können eine erneute Prüfung verlangen. Die laufende Evaluation sollte Abweichungen sichtbar machen und festlegen, wann nachgebessert, eingeschränkt oder zurückgerollt wird. Freigabe und verbleibende Grenzen gehören zusammen in eine nachvollziehbare Entscheidung.