vanellence. Demo erleben
← Zum Glossar

GLOSSAR

Algorithmus

Ein Algorithmus ist eine ausführbare Folge festgelegter Schritte zur Lösung einer Aufgabe; solche Verfahren können Berechnungen, Entscheidungen oder Datenverarbeitung steuern.

Preisregeln machen Entscheidungen wiederholbar

Ein einfaches Beispiel ist die Angebotskalkulation: Ausgangspreis, Mengenstaffel und freigegebener Rabatt ergeben nach festgelegten Schritten einen Angebotspreis. Solche Regeln können wiederkehrende Entscheidungen vereinheitlichen und Rückfragen reduzieren. Ihre Wirkung hängt jedoch von den gewählten Eingaben ab. Berücksichtigt eine Regel nur Umsatz, können margenschwache Aufträge bevorzugt werden. Die Software führt dann zuverlässig eine wirtschaftlich unpassende Entscheidung aus. Wer den Algorithmus bewertet, muss daher auch das Ziel und die zugrunde gelegten Anreize untersuchen.

Ausnahmen müssen einen Weg haben

Für den Vertrieb ist relevant, welche Fälle die Regel abdeckt und wann eine fachliche Prüfung übernimmt. Ein strategischer Neukunde, ungewöhnliche Zahlungsbedingungen oder knappe Lieferkapazität können einen anderen Abwägungsrahmen erfordern. Deterministische Verarbeitung erleichtert die Wiederholung eines Tests; sie bestätigt noch nicht die Qualität der Regel. Eine Automatisierung sollte deshalb mit dokumentierten Grenzfällen geprüft werden. Hilfreich ist eine Gegenfrage: Welcher ansonsten vernünftige Auftrag würde wegen dieser Regel abgelehnt, und welcher problematische Auftrag würde gerade deshalb bevorzugt? Diese Fälle machen blinde Flecken sichtbar.

Quellen