GLOSSAR
Automatisierung
Automatisierung überträgt einzelne Arbeitsschritte oder ganze Abläufe an technische Systeme, sodass diese mit weniger manuellen Eingriffen nach festgelegten Regeln ausgeführt werden.
Den Aufwand hinter dem Arbeitsschritt sehen
Ein Vertriebsteam könnte nach jedem Gespräch einen Entwurf für die CRM-Dokumentation erhalten. Das spart möglicherweise Erfassungszeit, verlangt aber eine Prüfung von Zusagen, Fristen und Zuständigkeiten. Werden Fehler erst im nächsten Kundentermin entdeckt, wandert die Arbeit in eine teurere Phase des Prozesses. Deshalb sollte der Vergleich den vollständigen Ablauf erfassen: Eingabe, Bearbeitung, Kontrolle, Korrektur und spätere Rückfragen. Die Zahl automatisch erledigter Schritte allein sagt wenig über die tatsächliche Entlastung aus.
Ausnahmen bestimmen die Betriebsfähigkeit
Gut abgrenzbare, wiederkehrende Vorgänge eignen sich als erster Versuch. Schwierige Sonderfälle brauchen einen sichtbaren Übergang an einen verantwortlichen Menschen. Sonst sammeln sich ungeklärte Aufgaben außerhalb des automatisierten Pfads und werden in Erfolgsmeldungen übersehen. Eine Baseline sollte deshalb auch die heutige Ausnahmerate und Nacharbeit enthalten. Bei der Evaluation zählen zusätzlich unbearbeitete Fälle, falsche Zuordnungen und die Zeit bis zur verlässlichen Fertigstellung. Steigt die Menge schneller als die Prüfkapazität, kann Automatisierung einen neuen Engpass erzeugen. Dieses Verhältnis gehört in die Entscheidung über weitere Skalierung.