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GLOSSAR

Bedeutungstreue

Bedeutungstreue beschreibt hier, wie zuverlässig eine Zusammenfassung, Übersetzung oder Umformung den wesentlichen Sinn ihrer Vorlage erhält. Dazu gehören Bedingungen, Zuständigkeiten, Unsicherheiten und Einschränkungen. Ein sprachlich glatter Text kann diese Elemente verlieren und dadurch eine andere Entscheidung nahelegen.

Aus einer Bedingung darf keine Zusage werden

Ein Kunde erklärt, dass ein früherer Start bei gesicherter Finanzierung möglich wäre. Verkürzt die Gesprächsnotiz dies zu einem bestätigten Starttermin, verändert sich der Verhandlungsstand. Vertrieb, Projektplanung und Geschäftsführung könnten daraufhin Kapazitäten reservieren oder verbindliche Erwartungen aufbauen.

Der wirtschaftliche Schaden entsteht damit möglicherweise erst in einem späteren Schritt. Deshalb sollten wichtige Aussagen mit ihrer Ursprungsstelle überprüfbar bleiben. Besonders relevant sind Negationen, Vorbehalte, Zahlen, Sprecher und die Unterscheidung zwischen Wunsch und Verpflichtung. Bei fremdsprachigen Gesprächen gilt derselbe Maßstab für die Übersetzung.

Die entscheidenden Aussagen vergleichen

Eine Prüfung kann Ausgangstext und Ergebnis anhand fachlich wichtiger Aussageeinheiten vergleichen. Bewertet werden Auslassungen, unbelegte Ergänzungen und veränderte Bedingungen. Der Begriff ist hier eine Arbeitsdefinition; er ersetzt keinen einheitlichen technischen Messstandard. Belege und sichtbare Unsicherheit helfen, Fälle zur Klärung zu identifizieren. Ein guter Stil allein ist für diese Prüfung nicht ausreichend.

Quellen