GLOSSAR
Halluzination / unbelegte KI-Ausgabe
Eine Halluzination ist eine KI-Ausgabe, die falsch ist oder durch den maßgeblichen Kontext nicht gestützt wird und trotzdem überzeugend formuliert erscheinen kann.
Eine erfundene Einzelheit kann den Verlauf verändern
Ein Researchbericht könnte einem Zielkunden eine Referenz, Zertifizierung oder strategische Priorität zuschreiben, die keine Quelle belegt. Greift der Vertrieb diese Aussage im Gespräch auf, kann sie Glaubwürdigkeit kosten oder eine falsche Angebotsrichtung begründen. Besonders schwer erkennbar sind Details, die gut zum übrigen Bild passen. Sprachliche Sicherheit und fachlich klingende Begriffe sind deshalb keine zuverlässigen Hinweise auf Richtigkeit. Die Prüfung sollte sich auf entscheidungsrelevante Aussagen konzentrieren, einschließlich Zahlen, Zuständigkeiten und behaupteter Zusagen.
Unsicherheit sichtbar lassen und gezielt prüfen
Quellenverankerung und die Trennung von Fakten, Deutungen und offenen Fragen können die Kontrolle unterstützen. Sie beseitigen das Risiko nicht vollständig. Eine Evaluation sollte Fälle mit fehlenden oder widersprüchlichen Informationen enthalten und prüfen, ob das System eine Grenze eingesteht oder eine Antwort ergänzt. Für Nutzer hilft eine klare Regel: Eine geschäftlich folgenreiche Aussage braucht einen geeigneten Nachweis, bevor sie übernommen wird. Auch mehrere ähnliche KI-Antworten sind kein unabhängiger Beleg. Entscheidend bleibt, ob sich die Aussage auf belastbare Informationen zurückführen lässt und ihr Geltungsbereich zur konkreten Verhandlung passt.