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GLOSSAR

Kapitalrendite (ROI)

Return on Investment, kurz ROI, setzt bei einer Projektbewertung den finanziell bewerteten Nettonutzen ins Verhältnis zu den berücksichtigten Kosten. Zeitraum, Kostenabgrenzung und Bewertungsannahmen müssen dabei ausdrücklich feststehen. Qualitätsgewinne können wichtig sein, auch wenn ihr Geldwert noch nicht belastbar bestimmt ist.

Frei gewordene Zeit wirtschaftlich einordnen

Ein Vertriebsmitarbeiter benötigt mit einer KI weniger Zeit für die Vorbereitung eines Kundentermins. Daraus kann ein Vorteil entstehen, wenn die Zeit für zusätzliche Kundengespräche genutzt wird oder tatsächlich vermeidbare Ausgaben entfallen. Eine unveränderte Gehaltszahlung sinkt dadurch zunächst nicht.

Die Rechnung muss außerdem Einführung, Kontrolle, Korrekturen und laufende Betreuung erfassen. Zusätzlicher Umsatz lässt sich selten allein auf ein Werkzeug zurückführen: Marktbedingungen, Angebot, Preis und Teamleistung wirken ebenfalls. Für die Geschäftsführung ist deshalb eine Bandbreite mit offen gelegten Annahmen hilfreicher als eine scheinbar exakte Renditezusage.

Vorher festlegen, was gemessen wird

Ein Pilot sollte vergleichbare Aufgaben mit einer geeigneten Vergleichsbasis untersuchen. Erfasst werden Zeit, akzeptierte Qualität, Nacharbeit und tatsächlich nutzbare Kapazität. Die Gesamtbetriebskosten bilden die Kostenseite. Erst wenn aus dem beobachteten Vorteil eine nachvollziehbare wirtschaftliche Wirkung wird, ist eine belastbarere ROI-Aussage möglich.

Quellen