GLOSSAR
Wissensgraph
Ein Wissensgraph bildet Gegenstände wie Unternehmen, Personen oder Produkte sowie ihre benannten Beziehungen strukturiert ab und ermöglicht dadurch verknüpfte Abfragen über einzelne Datensätze hinaus.
Beziehungen können die richtige Frage verändern
Im B2B-Vertrieb sind Unternehmen oft über Beteiligungen, Standorte, Lieferbeziehungen oder gemeinsame Entscheidungen verbunden. Ein Wissensgraph kann solche Beziehungen ausdrücklich darstellen. Dadurch lässt sich beispielsweise fragen, welche Tochtergesellschaft zu einer Gruppe gehört und welche belegten Produkte an welchem Standort eingesetzt werden. Der mögliche Nutzen entsteht aus der Verbindung vorhandener Informationen. Werden zwei ähnlich benannte Unternehmen verwechselt, kann sich derselbe Fehler jedoch über mehrere Abfragen fortsetzen. Eindeutige Zuordnung ist deshalb ebenso wichtig wie die Zahl der gespeicherten Verbindungen.
Jede Verbindung braucht Bedeutung und Herkunft
„Gehört zu“, „liefert an“ und „hat erwähnt“ beschreiben unterschiedliche Beziehungen. Ein Graph sollte deren Bedeutung, zeitliche Gültigkeit und Beleglage erhalten. Evidenz verhindert, dass vermutete Zusammenhänge wie gesicherte Tatsachen erscheinen. Embeddings unterstützen eine andere Aufgabe, etwa das Finden ähnlicher Texte; sie ersetzen keine ausdrücklich belegte Beziehung. Vor einer größeren Datenhaltung lohnt ein begrenzter Versuch mit wichtigen Kundenstrukturen. Geprüft werden korrekte Identitäten, veraltete Verbindungen und widersprüchliche Quellen. Der organisatorische Aufwand für Pflege und Korrektur gehört in die Nutzenbewertung, damit eine beeindruckende Visualisierung nicht mit verlässlichem Wissen verwechselt wird.