GLOSSAR
Baseline / Vergleichsbasis
Eine Baseline ist ein ausdrücklich festgelegter Ausgangsprozess oder Referenzwert, gegen den sich Qualität, Aufwand und Nutzen einer Veränderung nachvollziehbar vergleichen lassen.
Eine faire Ausgangslage festlegen
Soll KI die Vorbereitung auf Verhandlungen verbessern, ist „heute dauert es lange“ als Vergleich zu ungenau. Erfasst werden sollten typische Fälle, vorhandene Werkzeuge, Erfahrungsniveau, Bearbeitungszeit und Ergebnisqualität. Auch die Qualitätsanforderung muss vergleichbar bleiben: Eine kurze Übersicht darf nicht gegen ein vollständig geprüftes Dossier antreten. Sonst erscheint die neue Lösung effizienter, weil sie weniger leistet. Umgekehrt kann eine unnötig schlechte Ausgangsorganisation den vermeintlichen KI-Vorteil künstlich vergrößern.
Den Vergleich über die Einführung hinaus erhalten
Eine belastbare Baseline umfasst den heutigen Prozess und gegebenenfalls eine einfache Verbesserung ohne neue KI. Beim Test werden ähnliche Fälle möglichst fair verteilt; Lernkurve und ungewöhnliche Spitzenlast werden dokumentiert. Die Evaluation sollte nachträgliche Korrekturen einschließen, damit Geschwindigkeit keine Qualitätsverluste verdeckt. Für den Business Case zählt zudem, ob frei werdende Zeit tatsächlich anders genutzt werden kann. Wenn Vertriebskräfte weiterhin auf dieselbe interne Freigabe warten, verkürzt eine schnellere Recherche nicht automatisch den Abschlussprozess. Die Baseline macht solche Unterschiede zwischen lokaler Entlastung und wirtschaftlicher Wirkung sichtbar.