GLOSSAR
Business Case / Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
Ein Business Case stellt Problem, Handlungsoptionen, erwarteten Nutzen, Kosten, Risiken und wesentliche Annahmen zusammen, um eine Investitionsentscheidung begründet vorzubereiten und später zu überprüfen.
Von Zeitgewinn zu wirtschaftlicher Wirkung
Wenn KI die Vorbereitung eines Angebots verkürzt, ist damit zunächst eine Prozessänderung beschrieben. Ob daraus zusätzlicher Deckungsbeitrag entsteht, hängt von weiteren Bedingungen ab: Gibt es genügend geeignete Verkaufschancen, verfügbare Lieferkapazität und einen anderen Engpass im Abschlussprozess? Frei gewordene Zeit kann auch in gründlichere Vorbereitung oder weniger Überlastung fließen. Diese Wirkungen sind wertvoll, sollten aber mit passenden Nachweisen bewertet werden. Eine rechnerisch eingesparte Stunde ist nicht automatisch eine tatsächlich vermiedene Ausgabe.
Annahmen in prüfbare Bedingungen übersetzen
Ein belastbarer Vergleich umfasst bestehende Werkzeuge, eine einfachere Prozessverbesserung und die neue Lösung. Neben Nutzungskosten gehören Integration, Schulung, Kontrolle und Wechselaufwand zu den Gesamtbetriebskosten. Die Baseline liefert den Ausgangspunkt; ein Pilot prüft die entscheidenden Annahmen. Sinnvoll ist eine Sensitivitätsbetrachtung: Bei welchem Prüfaufwand oder welcher Nutzungsmenge verliert die Lösung ihren Vorteil? So wird aus einer attraktiven Rechnung eine überprüfbare Investitionsentscheidung. Der nächste Ausbauschritt sollte an beobachtete Ergebnisse gebunden werden, insbesondere wenn ein höheres Automatisierungsniveau zusätzliche Risiken oder organisatorische Abhängigkeiten erzeugt.