GLOSSAR
Cache / Zwischenspeicher
Ein Cache hält bereits abgerufene Daten oder berechnete Ergebnisse zur Wiederverwendung bereit; ohne passende Aktualisierung können dadurch veraltete Informationen erneut erscheinen.
Schneller Zugriff hat eine Aktualitätsgrenze
Wenn mehrere Vertriebskräfte dieselbe öffentliche Unternehmensbeschreibung recherchieren, kann eine Wiederverwendung Aufwand vermeiden. Bei Preisen, Lieferzusagen oder kurzfristigen Änderungen ist dieselbe Strategie riskanter. Ein schneller Treffer kann auf einem inzwischen überholten Stand beruhen. Deshalb braucht jede zwischengespeicherte Information eine zur Aufgabe passende Gültigkeit. Quelle und Abrufzeit sollten erkennbar bleiben, damit ein Nutzer einschätzen kann, ob ein erneuter Abruf nötig ist. Die richtige Frist ergibt sich aus dem Änderungsrisiko und den Folgen einer falschen Entscheidung.
Wiederverwendung darf Rechte nicht verwischen
Öffentliche Informationen und kundenspezifische Inhalte benötigen unterschiedliche Regeln. Ein Cache muss die Mandantentrennung beachten; ähnliche Fragen verschiedener Kunden rechtfertigen keine gemeinsame Nutzung vertraulicher Antworten. Auch Aufbewahrung und Löschung müssen den Zwischenspeicher einschließen. Ein geeigneter Test verändert gezielt eine Ausgangsinformation oder entzieht eine Berechtigung und prüft anschließend das erneut gelieferte Ergebnis. So wird sichtbar, ob die Optimierung nur Antwortzeit spart oder zugleich veraltete beziehungsweise unzulässige Inhalte weiterträgt. Der Vorteil des Caches sollte einschließlich Aktualisierung und Kontrollaufwand bewertet werden.