GLOSSAR
Frontier-Modell
Ein Frontier-Modell zählt nach einem benannten Bewertungsmaßstab zur jeweils leistungsfähigsten Modellgruppe; die Bezeichnung ist relativ zu Zeitpunkt, Aufgaben und verfügbaren Vergleichssystemen.
Hohe Leistungsfähigkeit ist aufgabenabhängig
Bei einer schwierigen Verhandlungsvorbereitung kann ein leistungsfähiges Modell helfen, widersprüchliche Angaben oder mehrere Handlungsoptionen zu untersuchen. Für eine einfache Zuordnung von Standardanfragen kann dieselbe Modellklasse dagegen unnötigen Aufwand verursachen. „Frontier“ ist deshalb keine dauerhafte Produkteigenschaft und kein Qualitätsversprechen für jeden Fall. Ein sinnvoller Vergleich nennt Datum, Aufgaben und Bedingungen. Er trennt außerdem die Fähigkeit des Modells von der Qualität der eingebundenen Informationen und Werkzeuge, die das Ergebnis einer Anwendung ebenfalls beeinflussen.
Zusatzleistung muss ihren Aufwand rechtfertigen
Ein Modellrouter könnte Aufgaben nach Anforderungen auf geeignete Modelle verteilen. Ob sich das lohnt, hängt auch davon ab, wie zuverlässig schwierige Fälle erkannt werden. Die Auswahl sollte daher mit derselben Evaluation für mehrere Kandidaten geprüft werden. Relevant sind kritische Fehler, Antwortzeit und Kosten einschließlich Nachprüfung. Ein teureres Modell kann wirtschaftlich sinnvoll sein, wenn es nachweisbar mehr relevante Fehler vermeidet; ein günstigeres kann für klar begrenzte Arbeit völlig ausreichen. Die Entscheidung sollte an beobachtete Aufgabenleistung gebunden bleiben, damit neue Modelle ohne unkritische Bindung an Ranglisten oder Marken bewertet werden können.